Erdbebensicherheit

Veröffentlicht am Aug 9, 2017
Erdbebensicherheit

Leicht und sicher

Europäisches Forschungsprojekt bestätigt Erdbebensicherheit von Stahl-Leichtbauweise

Erdbebensicherheit ist ein wichtiges Kriterium für die Bauabnahme eines Gebäudes. Auch wenn Erdbeben in unseren Graden seltener vorkommen, müssen Gebäude im Falle des Falles hohe Schwingungen aushalten, ohne einzustürzen. Die Erdbebensicherheit der Stahl-Leichtbauweise wurde nun im europäischen Forschungsprojekt ELISSA bestätigt.

ELISSA – diese Abkürzung steht für Energy Efficient Lightweight-Sustainable-Safe-Steel Construction. Hierbei geht es um energieeffiziente, nachhaltige und sichere Stahl-Leichtbauweise, die im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts behandelt wurde. Ziel dieses von der Europäischen Union geförderten Projektes war es, die Zukunftspotenziale der Stahl-Leichtbauweise zu erforschen.

Die dabei entstanden ELISSA-Leichtbauelemente punkteten in Bezug auf eine hohe Wärmedämmung, gute Brandschutzeigenschaften und eine verbesserte Erdbebenfestigkeit. In einem Erdbebenversuch wurde nachgewiesen, dass die tragenden Wandbauteile selbst Erschütterungen der Stärke 6 auf der Richterskala standhalten.

Im Ergebnis zeigt sich, dass Wandelemente in Leichtbauweise bei richtiger Bauweise verhältnismäßig hohe Schwingungen aushalten, ohne einzustürzen. Bislang wurde dies nur von Massivbauten angenommen. Ihnen sprach man bei Erdbeben den besten Schutz zu, doch das scheint nicht der Fall zu sein. Zwar sind sie nicht so leicht in Schwingungen zu versetzen. Doch wenn es geschieht, spielen hier größere Trägheitskräfte eine Rolle, die Gebäude bei schweren Erdbeben ohne Vorankündigung zum Einsturz bringen können.

Die Tests der europäischen Forschungsgruppe zeigen eindeutig, dass der Baustoff Stahl in vielen Bereichen punktet.

Quelle

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